Auftraggeber:
ARE Austrian Real Estate GmbH
(Vertreten durch Bundeimmobiliengesellschaft m.b.H.)
Generalplanung
F+P ARCHITEKTEN ZT GmbH
Architektur
F+P ARCHITEKTEN ZT GmbH / Architekten Maurer & Partner ZT GmbH
Bruttogeschossfläche: ca. 9.500 m2
Sanierung und Erweiterung des AGES-Standorts in der Spargelfeldstraße
Wettbewerbsbeitrag
1220
Wien,
Spargelfeldstraße 191,
Österreich
Im Rahmen des AGES-Wettbewerbs wurde ein zukunftsfähiges Konzept für die Modernisierung und den Neubau des AGES Spargelfeld Labor- und Bürostandortes in Wien 22 entwickelt.
Tragwerks- und Konstruktionskonzept
Ziel war es, einen Entwurf auf Basis eines effizienten Holzhybridbaukonzepts mit hohem Vorfertigungsgrad zu entwickeln. Tragende Holzstützen wurden mit Stahlbetonbauteilen im Laborbereich sowie Hohldielendecken im Seminarbereich kombiniert, um große Spannweiten, hohe Nutzungsflexibilität und eine wirtschaftliche Bauweise zu ermöglichen. Die horizontalen Tragelemente aus Stahlbeton erlauben eine Bauteilaktivierung zur thermischen Nutzung der Gebäudemasse.
Vorfertigung und Bestandseinbindung
Zur Reduktion von Bauzeit und Kosten war der Einsatz von vorgefertigten Halb- und Vollfertigteilen, Holzstützen sowie großflächigen Fassadenelementen in Holzriegelbauweise vorgesehen. Der Neubau wäre teilweise auf dem bestehenden Kellergeschoss errichtet worden; aufgrund der stützenbasierten Tragstruktur sind lediglich punktuelle Eingriffe mittels neuer Punktfundamente erforderlich.
Kreislaufwirtschaft und Bestandsgebäude
Im Sinne der Kreislaufwirtschaft wurde in den Bestandsgebäuden ein maximaler Erhalt der Tragstruktur angestrebt. Die Fassaden ausgewählter Gebäude wurden als vorgehängte Holzelementfassaden geplant.
Nachhaltigkeit und Gestaltung
Das Projekt wäre auf eine klimaaktiv-Gold-Zertifizierung ausgerichtet und erfüllt in der Planung die naBe-Kriterien sowie die Anforderungen der EU-Taxonomie. Eine hochgedämmte, wärmebrückenoptimierte Gebäudehülle, energieeffiziente Systeme und der Einsatz regenerativer Energieträger tragen zu einem niedrigen Heizwärmebedarf und zur Reduktion der CO₂-Emissionen bei. Die geplante dunkle, karbonisierte Holzfassade wird durch ein vorgelagertes Rankgerüst, Fassadenbegrünung sowie baulichen Sonnenschutz ergänzt.
