Barna Boszo

Auftraggeber:
Stadt Wien / Wiener Wohnen

 

Generalplanung + Architektur
F+P ARCHITEKTEN ZT GmbH

Bruttogeschossfläche: ca. 10.970 m2

Wohnhausanlage am Hebbelplatz in Wien 10

Wettbewerbsbeitrag

1100

Wien,

Hebbelplatz,

Österreich

Städtebauliches Konzept

In der Planung haben wir bei diesem Wettbewerb den städtebaulichen Leitgedanke bewusst in den Fokus gesetzt und somit aus dem Kontrast zweier Baukörper entwickelt: Einem markanten, höheren Kopfgebäude – den „Südterrassen“ – als städtebaulichem Kontrapunkt zur gegenüberliegenden Schule sowie einer kleinteiligeren Struktur in der nördlichen Fortsetzung, dem „Nordbogen“.

Während bei den Südterrassen Erker und Balkone konsequent zum Park orientiert geplant worden sind, hat sich diese beim Nordbogen zum ruhigen Wohnhof geöffnet.

Freiraum und Wohnhof

Im Zentrum des Projekts wäre lt. Planung ein differenziert gestalteter Wohnhof entstanden, der den Bewohner:innen einen hochwertigen, grünen Aufenthaltsraum bietet. Der nördliche, naturnah gestaltete Hofbereich wäre ruhigen Nutzungen vorbehalten gewesen – mit Gemeinschaftsterrassen und Sitzgelegenheiten im Grünen sowie einem hohen Maß an Biodiversität. 
Im südlichen, belebteren Teil des Wohnhofs, der über großzügige Durchgänge mit dem Vorplatz verbunden worden wäre, hätte sich die Spielzone mit zusätzlichen Aufenthaltsbereichen befunden.

Energie- und Klimakonzept

Ein Energiedach mit nach Süden orientierten Photovoltaikmodulen auf einem extensiven Gründach hätte die Sonnenenergie am Standort optimal genutzt. Ergänzend wäre – sofern wirtschaftlich umsetzbar – im Innenhof eine Energieversorgung mittels Geothermie durch Tiefenbohrungen vorgesehen gewesen.
Großzügige Grünflächen mit Bestandsbäumen sowie Fassadenbegrünungen hätten das Mikroklima nachhaltig verbessert.

Biodiversität und Umgang mit dem Bestand

Bei der Planung ist besondere Rücksicht auf die vorhandenen Bestandsbäume genommen worden. Die unterirdische Bebauung hat sich auf das erforderliche Minimum beschränkt. Neue, standortgerechte Bepflanzungen wurden zur Stärkung der Biodiversität und zur Förderung geschützter Arten, wie etwa des Feldhamsters, eingeplant.

Mobilitätskonzept

Fahrrad-E-Ladestellen, Abstellplätze für Lastenräder sowie überdachte Stellplätze im Außenraum sind als Teil des Mobilitätsangebots geplant worden.
In der Garage hätte ein zukunftsorientiertes Konzept mit Car-Sharing und einer Vielzahl an E-Ladestellen das Angebot ergänzt.